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Autor Thema: Kugelhagel - Regelfrage  (Gelesen 16694 mal)

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chris6

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Kugelhagel - Regelfrage
« am: 04. Juni 2013 - 19:57:43 »

Seite 11, Bewegungsreichweiten pro \"Aktion\".

Im Text wird von Bewegungsreichweiten pro \"Aktivierung\" gesprochen\' nicht Aktion. Was gilt?

Wie werden die 35cm fuer eine Aktivierung mit einer 10er Karte ermittelt?
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chris6

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Seite 20
« Antwort #1 am: 04. Juni 2013 - 20:40:03 »

Schaubild zum Angrif.

Ich finde nichts im Text was einen Angriff auf Regiment nicht zulaest. Esi st kein Flanken oder Rueckenangriff moeglich, aber ein Angriff auf die Front wohl. Der Sinn der von der blauen Einheit ausgehenden Linien fehlt mir?
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McCloud

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Kugelhagel - Regelfrage
« Antwort #2 am: 04. Juni 2013 - 22:05:31 »

Eine Einheit kann mit einer Karte aktiviert werden. Der Wert der Karte gibt die Anzahl der zur VerfĂŒgung stehenden Aktionen an, also bei einer 10 sind es 3 Aktionen, somit kann eine Einheit in Gefechtsformation (Linie oder Angriffskolonne) mit ihren 3 Aktionen 30 cm weit bewegt werden, plus 5 cm wenn sie nicht schießen will.

Die blauen Linien geben das Sichtfeld der Einheit an.

Ich hoffe ich konnte helfen.
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chris6

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Kugelhagel - Regelfrage
« Antwort #3 am: 05. Juni 2013 - 07:52:11 »

Dann kann man die 3 Aktionen in Marschkolonne nicht nutzen? Wie wrd Marschkolonne dann bewegt?
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McCloud

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Kugelhagel - Regelfrage
« Antwort #4 am: 05. Juni 2013 - 08:57:11 »

Doch, man kann auch Einheiten in Marschkolonne mit 3 Aktionen bewegen, nur erhalten sie nicht den einmaligen 5 cm Bonus fĂŒr den Verzicht aufs Schießen pro Aktivierung, sondern einen Bonus von 5 cm pro durchgefĂŒhrte Aktion, also bei drei Aktionen 15 cm. Marschkolonnen sind eben zum Marschieren da.
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chris6

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Kugelhagel - Regelfrage
« Antwort #5 am: 05. Juni 2013 - 15:37:36 »

Wo im Text der Regel wird die Sichtlinie der Einheiten erlaeutrrt?
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McCloud

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Kugelhagel - Regelfrage
« Antwort #6 am: 05. Juni 2013 - 16:57:36 »

S.16 Abb.Sichtlinien
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chris6

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Kugelhagel - Regelfrage
« Antwort #7 am: 06. Juni 2013 - 14:46:15 »

Ich habe noch nicht verstanden wieviele Karten pro Seite in den Stapel kommen? Immer alle?
Oder haengt das noch mit der Anzahl der Offiziere zusammen?

Wenn ja, warum sind in den Armeelisten keine Offiziere aufgefuehrt?
Welche Funktion habe Offizier an sich?
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McCloud

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Kugelhagel - Regelfrage
« Antwort #8 am: 06. Juni 2013 - 14:52:22 »

In den Stapel kommen alle Karten mit Ausnahme der Bildkarten (also keine Buben, Damen, Könige), die werden an die jeweiligen Kommandanten als Joker verteilt.
Offiziere fĂŒhren ihre Brigaden oder Divisionen kostenlos an, erhalten aber je nach Kommandoebene Joker.
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Davout

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Kugelhagel - Regelfrage
« Antwort #9 am: 08. Juni 2013 - 11:38:08 »

Ich arbeite die Regeln im Moment langsam durch. Mir sind 3 Dinge aufgefallen. Man muss wohl den napoleonischen Teil getrennt vom ACW betrachten, denn sonst funktioniert der Vergleich nicht. Z.B. hatten die ACW-Truppen nur zum Teil Musketen.
1. Ich habe es zunĂ€chst nicht verstanden, warum Musketen und Karabiner dieselben Schussweiten haben. Die Karabiner sind also nur fĂŒr den ACW. Es ist ein bißchen schade, dass die napoleonische Kavallerie keine Feuerkraft hat. Es gab zwar in gewissen Phasen viele Regimenter ohne Karabiner, das ist jedoch so nicht verallgemeinerbar.
2. Was ist der historische Unterschied zwischen Linien- und Freiwilligeninfanterie im ACW? Gerade bei den SĂŒdstaaten wĂŒrde mich das mal interessieren, die ja eigentlich keine wirkliche regulĂ€re Armee hatten.
3. Wie bei so etlichen anderen Spielsystemen auch, finde ich die Angriffsreaktion des ZurĂŒckfallens befremdlich. Wie soll man sich das vorstellen? \"Achtung, jetzt kommt der Feind, schnell zurĂŒck!\" Die Angreifer hĂ€tten doch gedacht \"Hurra, die fliehen, auf sie!\" NahkĂ€mpfe drohten logischerweise auf ziemlich nahe Entfernung und so eine beabsichtigte Bewegung ist doch unrealistisch. Kein Kommandeur hĂ€tte die Kontrolle ĂŒber seine Truppe derart leichtfertig aus der Hand gegeben. Logischer und ĂŒblicher wĂ€re ein moralischer Zusammenbruch, der zu einer solchen RĂŒckwĂ€rtsbewegung bei der AnnĂ€herung des Gegners fĂŒhrt. Dann ist die Einheit allerdings zumindest fĂŒr eine gewisse Zeit nicht mehr unter Kontrolle.

GrĂŒĂŸe

Gunter
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Kugelhagel - Regelfrage
« Antwort #10 am: 09. Juni 2013 - 14:05:28 »

Ein paar Designanmerkungen:

das Spiel sollte einfach gehalten werden und vor allem Spaß machen.

zu 1.)
Napoleonische Kavallerie war in erster Linie in der Schlacht als Schlachtenkavallerie zu sehen, wohingegen im ACW die Kavallerie schon mehr die Rolle von mobiler Infanterie wahrnahm, es gab zwar noch Kavalleriegefechte doch wurden sie weniger.
In der napoleonischen Zeit setzte Kavallerie ihre Karabiner mehr in ihrer Rolle als AufklÀrungs- und Sicherungstruppen ein, weniger in der direkten Schlacht, deshalb habe ich sie im Spiel weggelassen.
zu 2.)
Der amerikanische BĂŒrgerkrieg war ein Krieg von Laien, einige hatten mehr Ahnung als andere, deshalb die Unterscheidung in Linie und Freiwillige.
zu 3.)
Das Ausweichen stellt die Möglichkeit dar, bei der AnnĂ€herung des Feindes kontrolliert auszuweichen, deswegen auch Ausweichbewegung und nicht Fluchtbewegung und die Möglichkeit in Bereitschaft weiter ausweichen zu können, um eine bessere Position zu beziehen. DarĂŒber hinaus verfolgt der Angreifer sie und kann sie einholen, sodass es fĂŒr die ausweichenden Truppen machnmal eben nicht von Vorteil ist auszuweichen, also hier das angesprochene \"Auf sie!\"

Ich hoffe, ich konnte zur KlÀrung beitragen.
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Davout

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Kugelhagel - Regelfrage
« Antwort #11 am: 09. Juni 2013 - 22:49:13 »

Zitat von: \'McCloud\',\'index.php?page=Thread&postID=140351#post140351
In der napoleonischen Zeit setzte Kavallerie ihre Karabiner mehr in ihrer Rolle als AufklÀrungs- und Sicherungstruppen ein, weniger in der direkten Schlacht, deshalb habe ich sie im Spiel weggelassen.
Naja, vielleicht ist das eine einseitig auf Napoleons Gegner bezogene Sichtweise. Die französische Kavallerie war jedenfalls bis 1814 ziemlich reichlich mit Karabinern ausgerĂŒstet. So wird z.B. aus dem Umfeld der Reiterschlacht bei Liebertwolkwitz
erwĂ€hnt wie ĂŒberlegen die französischen Dragoner mit ihren Musketen
gefeuert hĂ€tten. Ich frage mich vor allem, wenn es InfanterieplĂ€nkler gibt, warum keine bei der Kavallerie? Die ĂŒbernahmen schließlich auch in großen Schlachten wichtige Aufgaben und die Reiterei kĂ€mpfte eben nicht nur als Schlachtenkavallerie. Nebenbei bemerkt kamen selbst die KĂŒrassiere nicht gut ohne eigene PlĂ€nklerelemente aus. PlĂ€nkler waren fĂŒr Verschleierung und AufklĂ€rung unerlĂ€sslich. Vor einer Attacke wurde meist das Terrain aufgeklĂ€rt, ob da eventuelle Hindernisse im Weg waren. Ein Zaun am falschen Platz konnte eine Katastrophe bewirken. Aus dem SYW kenne ich ein Beispiel wo so eine AufklĂ€rungstruppe der preußischen KĂŒrassiere im Vorfeld ein Hindernis niederlegte, bevor es losgehen konnte. Das ließe sich sehr gut ins Spiel mit einbauen, finde ich.
Zitat von: \'McCloud\',\'index.php?page=Thread&postID=140351#post140351
Der amerikanische BĂŒrgerkrieg war ein Krieg von Laien, einige hatten mehr Ahnung als andere, deshalb die Unterscheidung in Linie und Freiwillige.
O.k., aber woran macht man das fest, wenn man sich die Truppe fĂŒrs Spiel zusammenstellt?
Zitat von: \'McCloud\',\'index.php?page=Thread&postID=140351#post140351
Das Ausweichen stellt die Möglichkeit dar, bei der AnnÀherung des Feindes kontrolliert auszuweichen
Das habe ich schon verstanden und das hat spieltechnisch schon seinen Sinn, nur erscheint mir das ziemlich unrealistisch, denn ein RĂŒckzug bei unmittelbar drohendem gegnerischen Vorgehen senkt die Moral, schlimmstenfalls soweit, dass die Truppe abhaut. Die Soldaten durften ihren Kommandeur nie fĂŒr feige halten, sonst war es mit der Ordnung schnell vorbei. Bei einer Ausweichbewegung als Reaktion auf wirksamen gegnerischen Beschuss wĂŒrde ich da noch mitgehen.

GrĂŒĂŸe

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Kugelhagel - Regelfrage
« Antwort #12 am: 10. Juni 2013 - 10:14:21 »

...nach der LektĂŒre der Regeln bin ich zum Schluss gekommen, dass Kugelhagel nicht mit meinen Anforderungen an ein unterhaltsames Spiel ĂŒbereinstimmt. Zu viele AblĂ€ufe widersprechen der von mir bevorzugten DBX-Basierung, oder der grundsĂ€tslichen Spielidee. In der Wargamerszene werden  mMn zu oft Soll-TruppenbestĂ€nden verwendet, obwohl in Tat + Wahrheit ausgedĂŒnnte Regimenter eine bestimmte Schlacht auszufechten hatten.

Spiele quasi, mit den Figuren, die schon da sind, kommen fĂŒr mich auch nicht in Frage. Entweder sind alle Figuren fĂŒr eine bestimmte Schlacht da, oder aber es wird eine andere gespielt. Je nach Situation können Ersatzfigurenoder Marker ganz nĂŒtzlich sein, aber die halbe Schlacht mit Ersatzmarkern auszufechten, kann nicht der Sinn der Übung sein.


Ich sehe im obigen Bibdbeispiel die rechte Elementgruppe zwar als Marschkolonne, die Gruppe links aber beim besten Willen nicht als Angriffskolonne. Dazu mĂŒsste die rechte Elementgruppe mit einem zusĂ€tzlichen Zustandsmarker versehen werden. Ein Karee wĂ€re mit einem einzelnen Element offenbar auch nicht denkbar, oder...
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...DBX-Regeln zum \'Runterladen: DBA2:2 + so... noch mehr: R19 fur\'s 19. Jahrhundert + andere Regeln...

Decebalus

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Kugelhagel - Regelfrage
« Antwort #13 am: 10. Juni 2013 - 11:02:43 »

Da Du von den Regelfragen weggegangen bist, antworte ich mal jenseits von Kugelhagel.

Zitat von: \'vodnik\',\'index.php?page=Thread&postID=140431#post140431
Ich sehe im obigen Bibdbeispiel die rechte Elementgruppe zwar als Marschkolonne, die Gruppe links aber beim besten Willen nicht als Angriffskolonne. Dazu mĂŒsste die rechte Elementgruppe mit einem zusĂ€tzlichen Zustandsmarker versehen werden. Ein Karee wĂ€re mit einem einzelnen Element offenbar auch nicht denkbar, oder...

Was Du wie \"siehst\" ist natĂŒrlich Deine Sache. Aber bei jedem Regelwerk ist doch Formation eine Funktion der Einheit. Da eine Miniatur-Einheit niemals die genaue Optik des Originals haben kann, gilt das selbstverstĂ€ndlich auch fĂŒr Formationen. Warum also ist das linke keine Angriffskolonne?

Wenn Du aber unbedingt fĂŒr die Angriffskolonne nur eine Base Front haben willst, dann nimm doch das rechte als Angriffskolonne und stell die Marschkolonne wie rechts jedoch mit kleinen AbstĂ€nden zwischen den Basen dar.

Wie gesagt: SelbstverstĂ€ndlich ist es sinnvoll, dass eine Linie etwa der Breite einer \"echten\" Linie entspricht und eine Marschkolonne etwa so lang wie eine \"echte\" Marschkolonne ist, aber andere Formationen können ĂŒberhaupt nicht entsprechen, von daher ist es einfach eine Konvention. Karrees sind in echt winzig. Das kann keiner \"realistisch\" mit basierten Zinnfguren darstellen.
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vodnik

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Kugelhagel - Regelfrage
« Antwort #14 am: 10. Juni 2013 - 12:27:22 »

...OK, fĂŒr mich sind BasierungseinschrĂ€nkungen auch so etwas wie Regelfragen. Als DBX-Spieler, bin ich es wewohnt, das ein Element als kleinste taktische Einheit angesehen wird, die also jeweils in der zur Situation passenden Formation agiert.
Wir reden hier non verschiedenen Dimensionen. Grosstaktisch gesehen, ist die Formation von einzelnen KÀmpfern völlig egal, eine 1-Element-breite Kolonne stellt in der RealitÀt zB hintereinandermarschierende Viererkolonnen, die links + rechts von herumschwÀrmenden JÀgern flankiert werden. Wesentlich dabei ist die Marschrichtung, sowie die Tatsache, dass die einzelnen Elemente dem Gegner nicht nicht kampfbereit die Front bieten. Eine 1-Element-breite Kolonne mit AbstÀnden zwischen den einzelnen Gliedern, wÀre nach meiner Darlegung keine zusammengehörige Kolonne...

...das Karee ist offenbar bei KH nicht ganz so winzig, auf dem hinteren Umschlag ist eines zu erkennen. Aber wenn\'s um Konventionen geht, so entsprechen meine nicht jedem Regelwerk, wie du es ausgedrĂŒckt hast...
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